Sprachen und Kulturen

Abakus

How to use the Chinese abacus. Hong Kong, Hong Kong Book Centre, (um 1965). Klein-Oktav. 20 Seiten. Mit 59 Abbildungen. Original-Broschur. - Gutes Exemplar.

Handliche Einführung in die Benutzung des chinesischen Abakus mit zahlreichen erläuternden Abbildungen.

€ 15,-

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Afrika

Bouveignes, Olivier de. Afrikanische Geschichten. Übersetzung aus dem Französischen, Buchgestaltung und Holzschnitte von Rudolf Bosshard. Ohne Ort, (1956). Oktav. 2 Blatt, 79 Seiten, 4 Blatt. Mit 3 doppelblattgroßen farbigen Holzschnitten. Original-Broschur.

1 von nur 70 Exemplaren, auf braunes, graues und türkisfarbenes (Bütten)papier gedruckt. - Der Rücken minimal nachgedunkelt, teilweise unaufgeschnitten. Hübsche, bibliophile Ausgabe.

€ 30,-

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Ainu

Batchelor, John. An Ainu-English-Japanese Dictionary. (Including a Grammar of the Ainu Language.). 2. Auflage. 2 Bände in 1. Tokyo, Methodist Publishing House, 1905. 3 Bl., 11 S., 1 Bl., 525 S.; 1 Bl., 4, 159 S., 1 Bl. Späteres grünes Leinen mit goldgeprägtem Rückentitel. 

2., verbesserte und erweiterte Auflage dieses höchst bedeutenden Werkes über die Ainu-Sprache. "Die einheimische Sprache Japans, ist eine isolierte Sprache, deren Ursprung offenbar so alt ist, dass die mit keiner bekannten Sprache mehr in Verbindung steht" (Fischer). John Batchelor lebte mehrere Jahrzehnte unter den Ainu auf der japanischen Insel Hokkaido und verfasste einige weitere Bücher über Leben und Kultur dieses Volkes, die zu den wichtigsten Quellen über die Ainu des 19. Jahrhunderts zählen. Die Wörter dieser ehedem schriftlosen Sprache sind in lateinischen Lettern sowie dem japanischen Kana wiedergegeben.. Heute ist das Ainu fast vollständig durch das moderne Japanisch verdrängt. - Name hinter Titel, leicht gebräunt. - Zaunmüller 5.

€ 850,-

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Arabische Heilkunst

Avicenne. Poème de la médicine. Al-Husayn ibn Abd Allah ibn Sina. Urguza fi t-tibb. Cantica Avicennae. Établi et présenté par Henri Jahier et Abdelkader Nourdeddine. Paris, Société d'édition Les Belles Lettres, 1956. Groß-Oktav. XII, 209 Seiten, 3 Blatt. Mit 1 farbigen Frontispiz und 1 Tafel. Original-Broschur.

Ibn Sina (latinisiert Avicenna) gilt als der größte Mediziner der mittelalterlich-islamischen Welt. Die Ausgabe des vorliegenden medizinischen Lehrgedichts ist im arabischen Original, in französischer Übersetzung sowie einer lateinischen Übersetzung des 13. Jahrhunderts wiedergegeben. Mit Einleitungen, Anmerkungen und Index in französischer Sprache. - Leicht bestoßen. Unbeschnittenes, sauberes Exemplar.

€ 220,-

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Arabien, Keilschriften, Geheimsprache der Janitscharen

Niebuhr, Carsten. Beschreibung von Arabien. Aus eigenen Beobachtungen und im Lande selbst gesammleten Nachrichten abgefasset. Kopenhagen, Nicolaus Möller, 1772. Groß-Oktav. XLVII, 431 Seiten. Mit figürlichen Titelvignette (gestochen von I. F. Clemens), 1 gefalteten Stammtafel sowie 25 (2 farbige, und 7 teils mehrfach gefaltete) Tafeln und Karten in Kupferstich. Leder der Zeit auf Bünden mit reicher Rückenvergoldung, rotem Rückenschild und marmorierten Vorsätzen.

Erste Ausgabe des wohl wichtigsten Werkes über die arabische Kultur: Mit Niebuhr "begann die neuzeitliche Kenntnis vom Orient" (Henze). Carsten Niebuhr (1733-1815) überlebte als Einziger die Expedition im Auftrag des dänischen Königs, die ihn von Ägypten über den Jemen nach Bombay und zurück über Oman, Persien, Mesopotamien, Syrien und Kleinasien führte. Dabei beschrieb er nicht nur als Erster den bis dahin unbekannten Jemen, sondern er erforschte eingehend die Sprachen und Kulturen der arabischen Völker. Niebuhrs Kopien der Keilschrifttafeln gelten als Grundlage für Grotefends Entzifferungen der Keilschrift 1802. Darüber hinaus gibt er ausführliche Hinweise auf die neueren und älteren arabischen Dialekte, die Grußformeln, Münzinschriften, die "kufischen Schriften" des Jemen und die verschiedenen Geheimschriften der "Mohámmedaner", zum Beispiel "Siake", welche die Janitscharen in ihren Rechnungsbüchern benutzten, damit kein Unbefugter sie zu entziffern vermochte. Die Tafeln zeigen die arabischen Schriftzüge (auch "Siake" und Keilschrift), Münzen, Kleidung und Haushaltsgegenstände sowie "Kriegsübungen der Araber in Jemen", die Karten zeigen u.a. Oman, den Persischen Golf, den Golf von Suez und den Jemen. - Exlibris. Etwas berieben und bestoßen, nahezu fleckenfrei und gut erhalten. - Henze III, 602 ff.; Cox I, 237; Embacher 217.

€ 3.000,-

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Die arabischen Quellen des Islam

Weil, G(ustav). Biblische Legenden der Muselmänner. Aus arabischen Quellen zusammengetragen und mit jüdischen Sagen verglichen. Frankfurt, Literarische Anstalt, 1845. Klein-Oktav. VI, 298 Seiten. Neuerer Pappband.

Der deutsche Orientalist Gustav Weil (1808-1889) wurde bekannt durch seine erste werkgetreue und vollständige aus dem Urtext übersetzte Ausgabe von "1001 Nacht". - Vorsätze erneuert, stockfleckig.

€ 240,-

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Aramäisch, Syrisch

Jahn, Johannes. Aramäische oder Chaldäische und Syrische Sprachlehre für Anfänger. Wien, Wappler, 1793. XXXIV, 133 Seiten. Halbleder der Zeit mit bedruckten zeitgenössischen Deckelbezügen.

Erste Ausgabe. - Jahn stellt in seiner Sprachlehre die zwei aramäischen Dialekte Chaldäisch und Syrisch nebeneinander. Folgerichtig werden alle grammatikalischen und lexikalischen Beispiele in zwei Alphabeten wiedergegeben, dem hebräischen (für das chaldäische Aramäisch) und ein eigenes für das syrische Aramäisch. In der Vorrede werden außerdem an zahlreichen Wortbeispielen die engen Verbindungen zum Hebräischen und Arabischen demonstriert. - Etwas bestoßen und berieben. Alter Stempel auf Titel. Hübsches, recht frisches Exemplar.

€ 300,-

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Asien und Babylon

Dapper, O(lfert). Beschreibung von Asia: In sich haltend Die Landschafften Mesopotamien / Babylonien / Assyrien / Anatolien oder Klein-Asien: Nebenst Einer vollkommnen Vorstellung Des Glücklichen / Wüsten und Steinigten Arabiens. Zusamt deren verschiednen Namen / Grenzen / Abtheilungen / Städten / Flecken / Gewächsen / Thieren / Sitten ... insonderheit der alten Araber / des Mahomets und der Mahometaner ... Anitzo aber ins Hochteutsche getreulichst übersetzet von Johann Christoff Beern. Nürnberg, Froberg für Johann Hoffmann, 1681. Folio. 4 Blatt, 556 Seiten, 6 Blatt. Mit 1 Titelkupfer, 24 teils gefalteten, teil doppelblattgroßen Tafeln und Karten sowie einigen Textkupfern. Neuerer Pergamentband mit Rückenschild.

Wann und wo wurde "Der Babylonische Turm oder Nimrods Turm" erbaut, "welcher die Sprachen wunderlich ertheilet hat"? Der Polyhistor Olfert Dapper (1636-1690) widmet sich ausführlich dieser Frage, die "siebenzig griechische Dolmetscher" je anders beantwortet hätten. Seine Landeskunde des Nahen Ostens ist bis heute gerühmt wegen der schönen Kupfer mit Ansichten Babylon, Ninive, Saba, dem Sinai, Anatolien sowie einer prachtvollen Darstellung des Turms zu Babel. "Les planches de ses ouvrages, exactes, et bien executees, leur assurent une place importante dans les bibliotheques." - Vortitel alt angerändert, Titelkupfer mit kleineren Läsuren, abgesehen von wenigen Stockflecken und einigen alt hinterlegten Einrissen gut erhaltenes Exemplar. - vgl. NBG XIII, 74; Graesse II, 336.

€ 2.000,-

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Balearen

Ludwig Salvator (Erzherzog von Österreich). Die Balearen. Geschildert in Wort und Bild. 2 Bände. Würzburg und Leipzig, Leo Woerl, 1897. XII, 488; VIII, 451 Seiten. Mit zahlreichen Holzstichen im Text und 1 gefalteten, farbigen lithographischen Stadtplan von Mallorca. 4°. Rote Original-Leinenbände mit Goldprägung und Rotschnitt.

Spätere Ausgabe des monumentalen Werkes über die balearischen Inseln, gekürzt vor allem um das statistische Material, enthält: I. Ibiza. II. Formentera. III. Mallorca. IV. Menorca. - Ludwig Salvator, Erzherzog von Österreich (1847-1915) und Sohn des vertriebenen Großherzogs Leopold II. von Toskana, entfloh in jungen Jahren dem Leben am Wiener Hof und auf dem böhmischen Schlössern seiner Eltern. Mit seiner Jacht Nixe durchkreuzte er das Mittelmeer, wo der Lebenskünstler aufmerksam Land, Sitten, Gebräuche, Vegetation, Kultur, Religion und Lebensweise der Menschen beobachtete. Seine darauf fußenden Monographien gelten bis heute als maßgebliche Beschreibungen des mediterranen ebens. Auf Mallorca verehrte man ihn wie einen König, Kaiserin Sissi machte ihm ihre Aufwartung auf seiner Jacht. In Wien jedoch fiel Ludwig Salvator trotz alledem als nachlässig gekleideter unsteter Abenteurer durch das strenge Hofzeremoniell, da er sich in den Augen der dortigen Adeligen "nicht zu benehmen wusste". In den Mittelmeerländern ist sein Ruf bis heute ungebrochen, und auf Mallorca gibt es eine Bar namens "Nixe". - NDB XV, 406.

€ 2.600,-

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Bantu

Kolbe, F. W. A Language-Study Based on Bantu. Or an inquiry into the laws of root-formation, the original plural, the sexual dual, and the principles of word-comparison; with tables illustrating the primitive pronominal system restored in the African Bantu family of speech. London, Trübner und Co. 1888. VIII, 97 Seiten. Mit 4 (1 gefalteten) Tabellen. Goldgeprägtes Original-Leinen.

Erste Auflage dieser frühen Studie über die Bantusprachen. - Die Bantu-Familie (mit den für Europäer nahezu unartikulierbaren Klick-Lauten) umfasst rund 550 Sprachen, von denen Rwanda, Makua, Xhosa, Zulu und Suaheli die wichtigsten sind. Die Verwandtschaft der Sprachen wurde erst vor gut 100 Jahren entdeckt. - Name auf Vorsatz, gutes Exemplar. - Vgl. Fischer, Geschichte der Sprache, 135 f.

€ 65,-

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Meinhof, Carl. Grundriß einer Lautlehre der Bantusprachen nebst Anleitung zur Aufnahme von Bantusprachen. Anhang: Verzeichnis von Bantuwortstämmen. 2. durchgesehene und vermehrte Auflage. Berlin, Reimer 1910. Groß-Oktav. X, 340 Seiten. Mit 2 Abbildungen und 1 farbigen, mehrfach gefalteten Karte. Original-Leinen mit Original-Schutzumschlag.

Carl Meinhof (1857-1944), Theologe und Afrikanist, erster Inhaber eines Afrikanistiklehrstuhls in Deutschland und Großonkel von Ulrike Meinhof. Als Pastor in Zizow begann er sich mit afrikanischen Sprachen zu befassen und lernte nicht zuletzt im Austausch mit einem Prinzensohn aus Kamerun. Meinhofs wissenschaftliche Arbeiten, darunter das Standardwerk "Grundriß einer vergleichenden Grammatik der Bantusprachen", schufen erst die Afrikanistik als wissenschaftlicher Disziplin. "Er hatte entscheidenden Anteil daran, daß die deutsche Afrikanistik jahrzehntelange in der Welt als führend angesehen wurde" (NDB 16, 671). - Seine "Lautlehre der Bantusprachen" - bei einer Sprachfamilie mit mehreren Hundert Sprachen notgedrungen eine Pionierarbeit von begrenztem Umfang - umfasst neben einer allgemeinen phonetischen Einführung und der Rekonstruktion eines "Urbantu" ein umfassendes Verzeichnis der bekanntesten Bantuwortstämme und geht ausführlich auf die Sprachen Pedi, Suaheli, Herero, Duala, Konde und Sango ein.

€ 180,-

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Meinhof, Carl. Introduction to the Phonology of Bantu languages being the English version of 'Grundriß einer Lautlehre der Bantuspachen'. Transl, rev. and enlarged in collaboration with the author and Dr. Alice Werner by N. J. Warmelo. Berlin, D. Reimer, 1932. Groß-Oktav. 4 Bl., 248 S. Mit 2 Abbildungen und 1 Faltkarte. Original-Leinen.

Carl Meinhof (1857-1944), Theologe und Afrikanist, erster Inhaber eines Afrikanistiklehrstuhls in Deutschland und Großonkel von Ulrike Meinhof. Als Pastor in Zizow begann er sich mit afrikanischen Sprachen zu befassen und lernte nicht zuletzt im Austausch mit einem Prinzensohn aus Kamerun. Meinhofs wissenschaftliche Arbeiten, darunter das Standardwerk "Grundriß einer vergleichenden Grammatik der Bantusprachen", schufen erst die Afrikanistik als wissenschaftlicher Disziplin. "Er hatte entscheidenden Anteil daran, daß die deutsche Afrikanistik jahrzehntelange in der Welt als führend angesehen wurde" (NDB 16, 671). - Einband leicht fingerfleckig, Schnitt etwas gebräunt, sonst ein gutes Exemplar. - Vgl. Select. Bibl. of South African Native Life L 234.

€ 250,-

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Celebes

Sarasin, Paul und Fritz Sarasin. Reisen in Celebes. Ausgeführt in den Jahren 1893-1896 und 1902-1903. 2 Bände. Wiesbaden, Kreidel, 1905. Groß-Oktav. XVIII, 381 Seiten, 1 Blatt; X, 390 Seiten, 1 Blatt. Mit 12 Tafeln in Heliogravüre und Farbendruck, 240 Abbildungen und 11 (teils gefalteten) Karten. Illustriertes und goldgeprägtes Original-Leinen mit illustrierten Vorsätzen.

Die beiden Schweizer leisteten auf ihren beiden Celebes-Reisen in niederländischen Diensten grundlegende Arbeit und kartographierten bis dato völlig unerforschte Landstriche dieser indonesischen Insel. - Einband geringfügig fingerfleckig, wenige Karten leicht stockfleckig. Gutes Exemplar.

€ 320,-

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One day I shall be happier looking back on this day in China

Beaton, Cecil. Chinese Album. (London), B. T. Batsford (1945-1946). 4 Bl., 78 S. Mit zahlreichen Abbildungen und Tafeln. Original-Leinen mit Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. - "Eventually, after many delays, we would start off on the long day's journey, banging and bouncing over potholes and boulders, semi-circling through winding mountain passes. For weeks on end, we travelled into the heart of unoccupied China towards the front lines of war. There were many compensations for the discomforts, squalors and disappointments. I have returned with thousands of photographs that are so halcyon of aspect that I can hardly realize that, at many times I was prompted to quote Virgil: One day I shall be happier looking back on this day." - Beaton bereiste im Auftrag des britischen Ministeriums China und den Fernen Osten. - Originalumschlag mit kleineren Einrissen. Gutes Exemplar.

€ 35,-

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China, Nestorianische Tafel und Sanskrit

Kircher, Athansius. China monumentis qua Sacris qua Profanis, Nec von variis Naturae et Artis spectaculis, Aliarumque rerum memorabilium Argumentis illustrata ... Amsterdam, Apud Joannem Janssonium à Waesberge et Elizeum Weyerstraet, 1667. Folio. 9 Blatt, 237 Seiten, 5 Blatt. Mit 1 Titelkupfer, 1 Titelvignette, 24 teils gefalteten Tafeln, 2 gefalteten bwz. doppelblattgroßen Karten in Kupferstich sowie zahlreichen großen Textkupfern, Initialen und Holzschnittvignetten. Späterer Pergamentband der Zeit auf Bünden, mit rotem Lederrückenschild und zeitgenössisch ergänzten Pergament-Deckelbezügen.

Athanasius Kirchers barockes Kompendium spiegelt den Kenntnisstand seiner Zeit über die immer wichtiger werdenden Länder des Fernen Ostens. Wichtig vor allem wegen der Beschreibung und Abbildung der 1625 gefundenen "Nestorianischen Tafel", die in chinesischer und syrischer ("chaldäischer") Schrift bezeugt, dass in China schon 781 das Christentum gepredigt wurde. Aber auch wegen der ersten Beschreibung des Sanskrit, die Heinrich Roth 1664 von Asien nach Europa brachte und Kircher für "China Illustrata" zur Verfügung stellte. Kircher (1602-1680) lehrte damals als Professor für orientalische Sprachen am Collegium Romanum der Jesuiten in Rom, deshalb gilt neben der chinesischen (und japanischen, tartarischen, indischen, persischen) Kultur im weitesten Sinne sein Hauptaugenmerk der Sprache. Kaum ein Werk des Barock berichtet derart dezidiert über die chinesischen Schriftzeichen und deren Unterschiede zu den ägyptischen "hieroglyphae", zum Syrischen, "Chaldäischen" oder Sanskrit, illustriert durch zahlreiche Schrifttafeln und in den Text eingedruckten Schriftzeichen. Daneben widmet sich Kircher den architektonischen, geographischen, religiösen und alltäglichen Bräuchen der Menschen, etwa der "Chinesischen Mauer", dem Wickeln der Füße bei den chinesischen Frauen, dem Brahmanismus und den Reisewegen von Europa nach Osten. Die Tafeln zeigen Schriftzeichen, Pflanzen, Tiere, Kostüme, Gottheiten, die Karte das gesamte Chinesische Reich. - Durchgehend etwas stock- und fingerfleckig, gelegentlich mit Randläsuren sowie kleinerern teils alt hinterlegten Einrissen. - Cordier 26; Brunet III, 666; Kircher-Katalog Wolfenbüttel 2002.

€ 4.000,-

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"auch in Deutschland die chinesische Sprache in den Kreis der philologischen Studien aufzunehmen"

Endlicher, Stephan. Anfangsgründer der chinesischen Grammatik. Wien, Gerold, 1845. XXIV, 376 Seiten. Halbleder der Zeit mit goldgeprägtem Rücken und marmoriertem Schnitt.

Selten. - Mit dieser chinesischen Grammatik hoffte der Verfasser, aufbauend vor allem auf französischen Vorarbeiten, "auch in Deutschland die chinesische Sprache in den Kreis der philologischen Studien aufzunehmen, und allmälig eine Lücke auszufüllen, die sich vielleicht in einer nicht zu fernen Zukunft auch von einem anderen Standpunkte, als dem der Wissenschaft, wird fühlbar machen" (VII). - Stephan Ladislaus Endlicher (1804-1849) errang als bedeutender ungarisch-österreichischer Botaniker Berühmtheit, beschäftigte sich aber darüber hinaus mit verschiedensten Wissensgebieten, von den Sprachwissenschaften bis zur Rechtsgeschichte. Trotz seiner großen Verdienste in der botanischen Wissenschaft, aber auch - etwa als Direktor des Botanischen Gartens in Wien - in der österreichischen Öffentlichkeit starb Endlicher in Armut und Verfolung einen ungnädigen Tod: Der freiheitlichen Bewegung zugeneigt, wurde er 1848 ins Parlament in Frankfurt gewählt, geriet aber als mäßigender Liberaler in dem Revolutionsjahr zwischen die Fronten und verstarb 1849 unter nicht ganz geklärten Umständen. - Wenige Seiten minimal stockfleckig, insgesamt gutes, sauberes Exemplar. - (ADB 6, 108-110; NDB 4, 496 f.; Vater 474.

€ 420,-

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Della Valle - "wichtige Bereicherung der zeitgenössischen Orientkenntnis"

Della Valle, Pietro. Eine vornehmen Römischen Patrii Reiß-Beschreibung in unterschiedliche Theile der Welt, Nemlich in Türckey, Egypten, Palestina, Persien, Ost-Indien und andere weit entlegene Landschafften. Samt einer außführlichen Erzehlung aller Denck- und Merckwürdigster Sachen, so darinnen zu finden und anzutreffen; Nebenst den Sitten und Gebräuchen dieser Nationen und anderen Dingen, dergleichen zuvor niemals von anderen angemercket und beschrieben worden. 4 Theile in 1 Band. Genf, Johann-Hermann Widerhold, 1574. 15 Bl., 218 S., 6 Bl.; 2 Bl., 236 S., 6 Bl.; 2 Bl., 244 S., 7 Bl.; 3 Bl., 231 S., 6 Bl. Mit 1 Frontispiz und 31 (1 gefalteten) Tafeln in Kupferstich, darüber hinaus 4 Titelvignetten, einige Inititalen, Kopfstücke, Vignetten und Grundrisse in Holzschnitt. Halbleder der Zeit mit rotem Rückenschild.

Erste Ausgabe von della Valles "Reißbeschreibung", die wegen ihrer ausführlichen Berichte über die persischen Salzwüsten, die Ruinen von Persepolis und die Keilschrifttafeln "Einfluss auf ganze Generationen späterer Forscher" nahm (Pleticha/Schreiber). Aufgrund der genauen Beobachtung der Naturlandschaft und der islamischen Kultur, die della Valle wegen seiner überragenden Sprachkenntnisse des Arabischen, Türkischen und Persischen möglich war, gelten seine 52 "Sendschreiben" an den neapolitanischen Arzt Mario Schipiano bis heute als "wichtige Bereicherung der zeitgenössischen Orientkenntnis" (Grieb/Luber). Pietro della Valle (1586-1652) reiste in den Jahren 1614 bis 1627 über Konstantinopel, Syrien, Mesopotamien, Persien, Isfahan, Schiras bis an die indischen Küsten (Goa, Calicut). Weniger bekannt ist, dass er auf dieser Reise seine große Liebe kennenlernte und gleich wieder verlor. 1616 heiratete della Valle in Bagdad Sitti Maani. Nur kurze Zeit später starb die syrische Christin, worauf ihr Ehemann sie fünf lange Jahre als mumifizierte Leiche mit auf die Reise nahm. - Berieben, bestoßen, Kapitel sorgfältig restauriert, innen teilweise einige Braunflecken, Braunränder und Randläsuren, letztes Blatt (Register) etwas knittrig und mit stärkeren Läsuren. Ansonsten ein noch gutes Exemplar. - Röhricht 947; Tobler 95; Grieb/Luber 337; Pleticha/Schreiber 269; Henze Lfg. 6, 42 ff.

€ 3.500,-

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Estland

Baer, Karl Ernst v. Nachrichten über Leben und Schriften des Herrn Geheimrathes Dr. Karl Ernst v. Baer mitgetheilt von ihm selbst. Veröffentlicht bei Gelegenheit seines fünfzigjährigen Doctor-Jubiläums am 29. August 1864 von der Ritterschaft Ehstlands. St. Petersburg, Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, 1865. Quart. VI, 674 Seiten. Mit lithographiertem Frontispiz. Späteres Halbleinen. - Nur wenige Seiten leicht stockfleckig, weitgehend tadelloses Exemplar.

Seltene Vorzugsausgabe, umfangreicher als die Buchhandelsausgabe von 1866. - Autobiographie des baltendeutschen Arztes und Naturforschers Baers (1792-1876), der unter anderem die Insel Nowaja Semlja wissenschaftlich erschloss und bei seinen zoologischen Studien als erster das Säugetierei entdeckte, womit er zum Begründer der Entwicklungslehre wurde. Mit einem umfassenden Schriftenverzeichnis des Verfassers. - NDB 1, 524; Pleticha/Schreiber 1, 33.

€ 500,-

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Forster - "Ein Vorgang von welthistorischer Bedeutung wird individuelle Erfahrung"

Forster, Georg. Sämmtliche Schriften. Herausgegeben von dessen Tochter (Therese Forster) und begleitet mit einer Charakteristik Forster's von G. G. Gervinus. In 9 Bänden. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1843. Mit 18 lithographischen Tafeln. Halblderbände der Zeit mit goldgeprägten Rückenschildern und türkisfarbenen Deckelbezügen.

Erste Gesamtausgabe, selten. Mit der berühmten Beschreibung von Cooks zweiter Weltumsegelung, den "Ansichten vom Niederrhein", den kleineren Schriften, dem Briefwechsel und "Sakontala". - "Wohl kein Autor zeugt wie Georg Forster (1754-1794) vom Zusammenhange zwischen Naturkunde, Geschichtsdenken, Reiseliteratur und dem Geiste der Aufklärung ... Er ist es, der diesen Zusammenhang verkörpert und als Schriftsteller stets neu verwirklicht, er ist der mitteilende Augenzeuge, aber auch der, der sammelnd den Kreis seines Wissens über die bloße Gegenwärtigkeit hinaus erweitert ... Die Reise mit Captain Cook war Forsters Universität. Ein Vorgang von welthistorischer Bedeutung wird individuelle Erfahrung" (R.-R. Wuthenow). Als Gehilfe seine Vaters Johann Reinhold Forster nahm der junge Georg an Cooks zweiter Weltreise, über die er den maßgeblichen Bericht anhand der Aufzeichnungen seines Vaters verfasste, nachdem dieser Schreibverbot von der britischen Admiralität erhalten hatte. Forsters Reisebeschreibung war "literarisch so eindrucksvoll", dass sie zur zweiten Sensation neben Cooks Reise wurde, die ihn zum in Europa stürmischen gefeierten Gelehrten machte. In Mainz, wo Forster sich schließlich als Bibliothekar niederließ, schuf er sein zweites Hauptwerk, die "Ansichten vom Niederrhein", selbst längst "ein Klassiker der deutschen Reiseliteratur" und für den Weggefährten Alexander von Humboldt "ebenso anregend wie die berühmten Tahiti-Passagen" (Pleticha/Schreiber). Forster, wegen seiner Nähe zur Französischen Revolution oft als "deutscher Jakobiner" bezeichnet, war Mitglied zahlreicher gelehrter Gesellschaften und starb 1794 hochgeachtet, aber verarmt in Paris. - "Das Elend der deutschen Intellektuellen seiner Zeit hat Forster dann in langen Wanderjahren so gut kennengelernt wie ein Bürger, Hölderlin oder Lenz; es war aber seine Misere nicht die des Hofmeisters in irgend einer kleinen Residenz, sondern ihr Schauplatz war Europa, und darum war er fast als einziger Deutscher vorbestimmt, die europäische Erwiderung auf die Zuständen, welche sie veranlaßten, von Grund auf zu verstehen" (Walter Benjamin). - Etwas berieben und bestoßen, Vorsätze in den Ecken leimschattig, gelegentlich etwas braunrand. Insgesamt aber ein noch wohlerhaltenes Exemplar in dekorativem zeitgenössischen Einband. - Pleticha/Schreiber I, 207 f.; Fiedler 2; Goedeke VI, 250, 68; WG 57.

€ 2.000,-

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Die Gefängnisse des Zaren

Kropotkine, P[jotr Aleksejewitsch]. In Russian and French Prisons. London, Ward and Downey, 1887. 1 Blatt, IV, 387 Seiten, 1 Blatt. Mit 1 Gefängnisplan im Text. Halbleder der Zeit mit goldgeprägtem Wappensupralibros.

Erste Ausgabe. Kropotkine (1842-1921) war ursprünglich Offizier, studierte Mathematik und arbeitete als Geograph. Nachdem er sich 1872 in der Schweiz zum Anarchisten wandelte, wurde er nach seiner Rückkehr nach Russland agitatorisch tätig und 1874 verhaftet. Nach zwei Jahren Haft gelang ihm die Flucht aus der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg. Er lebte fortan in Frankreich und Großbritannien, bis er 1917 während der Revolution nach Russland zurückkehrte. Er gilt als der bedeutendste Vertreter des föderalistischen Anarchismus - Ecken und Kanten leicht berieben, wenige Seiten minimal stockfleckig, ansonsten wohlerhaltenes Exemplar .- Stammhammer I, 121.

€ 180,-

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Geiger, Steinthal und das "Wesen" der Sprache

Geiger, (Elieser) L(azarus). Der Ursprung der Sprache. 2. Auflage. Stuttgart, Cotta, 1878. XXIV, 190 Seiten. Hübscher Halbleder der Zeit mit Rückenvergoldung und Prägungen auf Vorder- und Rückendeckel.

Sprache als Quelle der Vernunft - Mit dieser Auffassung stellte sich der Lehrer am Frankfurter Philanthropin für deutsche Sprache, mathematische Geographie und Hebräisch Lazarus Geiger (1829-1870) in die Reihe der Gelehrten um Heymann Steinthal, die das "Wesen" der Sprache mit den Mitteln der (damals jungen) Psychologie und Philosophie erklärten. Sie gelten als Vorläufer der heutigen Psycholinguistik. - Gutes Exemplar. - DBE III, 605.

€ 80,-

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Geiger, (Elieser) L(azarus)
. Ursprung und Entwickelung der menschlichen Sprache und Vernunft. 2 Bände in einem. Stuttgart, Cotta, 1868-1869. XXVIII, 486 Seiten, 1 Blatt; VIII, 391 Seiten. Etwas späteres Halbleinen.

Band 1 in erster, Band 2 in zweiter Auflage. - Hauptwerk Elieser Lazarus Geigers (1829-1870), der die Sprache als Quelle der Vernunft ansah und sich mit dieser Auffassung in die Reihe jener Gelehrter um Heymann Steinthal stellte, die das "Wesen" der Sprache mit den Mitteln der (damals jungen) Psychologie und Philosophie erklärten. Nach abgebrochener Buchhandelslehre studierte Geiger in Bonn, Heidelberg und Marburg Sprachwissenschaften und Philosophie und lehrte später am Frankfurter Philanthropin deutsche Sprache, mathematische Geographie und Hebräisch. - Stempel auf Titel (gelöscht), Schnitt sowie wenige Seiten stockfleckig, sonst aber gutes Exemplar. - DBE III, 605.

€ 150,-

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Haiti

Philippi, Ferdinand. Geschichte des Freistaats von St. Domingo (Hayti). 3 Bände in 1. Dresden, Hilscher, 1826-1827. 2 Blatt, 168 Seiten; 1 Blatt, 148 Seiten; 1 Blatt, 208 Seiten. Halbleder der Zeit.

Selten. - Berieben, Stempel auf Titel, teilweise stockfleckig, 1 Titelblatt gelockert, wenige Seiten mit Fehlstellen ohne Textverlust. - Sabin 62450.

€ 120,-

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Persische Hymnien, arabische Elegien

Hammer(-Purgstall), Joseph von. Morgenlaendisches Kleeblatt bestehend aus Parsischen Hymnen, Arabischen Elegien, Türkischen Eklogen. Aufgelesen von Joseph von Hammer. Wien, Anton Doll, 1819. Gestochener Titel, 2 Blatt, 104 Seiten. Mit 1 Tafel in Aquatinta, 2 Tafeln in Kupferstich (Pyramiden, Persepolis, Konstantinopel) und 3 gestochenen Vignetten (Schriftzeichen, Ornamente). Bedruckte Originalbroschur.

"Sey wie Palmen fruchtbar oder sey, Wenigst wie Cypressen hoch und frey!" - Erste selbstständige Ausgabe "hier aber in verbesserter Gestalt" der schon 1811, 1812 und 1814 in Cottas "Morgenblatt" abgedruckten Dichtungen. "Die persischen Hymnen tragen den Titel heiliger Worte ieroi logoi, unter dem die Griechen die Religionslehren Soroaster's kannten; sie sind eine Nachahmung der von S. W. Jones gedichteten indischen, und machen auf dieselbe des orientalischen Urgeistes Anspruch. Die arabischen Elegien heißen Al-manah, das ist: Neujahrsgeschenke, wozu sie ursprünglich bestimmet waren, und werden den Kenner häufig an Thograi und andere arabische Elegiker erinnern. Ogusname endlich, wie die türkischen Eklogen hier genennet sind, heißt eine Sammlung uralter türkischer Sprüche und Gedichte, welche von einer Art herumziehender Benkelsänger Usen (vielleicht die Asen der Skandinavier) abgesungen wurden" (Vorwort). - Das Sprachgenie Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall (1774-1856) sprach schon in jungen Jahren Türkisch, Persisch und Arabisch, aber auch Italienisch, Französisch, Latein und Griechisch. Er übersetzte auszugsweise die Enzyklopädie des Hajji Khalifa, die Märchen aus 1001 Nacht und verbrachte viele Jahre als Legationssekretär und Dolmetscher in Istanbul, dann in Moldawien, bevor er 1807 in die Wiener Hofkanzlei eintrat und seit 1839, begünstigt durch ein Erbe der kinderlosen Gräfin Purgstall, ein finanziell unabhängiges Gelehrtenleben führte. Hammer-Purgstall erschloss den europäischen Lesern die Literaturen und Überlieferungen des Orients. Seine Arbeiten nährten die Orientbegeisterung des 19. Jahrhunderts und inspirierten Goethe zu dessen "West-Östlichem Diwan". Bis heute gilt Hammer-Purgstall als Begründer der wissenschaftlichen Orientalistik. - Rücken etwas bestoßen, 4 Blatt stockfleckig und locker, ansonsten frisch und gut erhalten. - DBE IV, 362; Ruppert 1764.

€ 750,-

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"das Fremde nicht auszuschließen, weil es Tausende suchen und brauchen"

Heinsius, (Otto Friedrich) Theodor. Volkthümliches Wörterbuch der Deutschen Sprache mit Bezeichnung der Aussprache und Betonung für die Geschäfts- und Lesewelt. 4 Bände (vollständig). Hannover, Hahn, 1818-1822. XXIII, 1120; IV, 1324; VI, 1280; IV, 1866 S. Halbleder der Zeit mit Rückenvergoldung.

Erste Ausgabe des auf Campe basierenden Wörterbuches, "sehr stichwortreich. Viele Dialektwörter und zusammengesetzte Wörter" (Zaunmüller). Im Gegensatz zu Campe aber, der als "erster Sprachreiniger und Worterfinder" auf die Aufnahme von Fremdwörtern verzichtete, bemühte sich Heinsius, gerade auch diese mit aufzunehmen und "das Fremde nicht auszuschließen, weil es Tausende suchen und brauchen". Heinsius hatte also kein "Verdeutschungswörterbuch" im Sinn wie Campe, sondern ein "Volksthümliches" Werk, das die Sprache der Menschen am Beginn des 19. Jahrhunderts abbildete und die "in unserer Sprache gangbaren Fremdlinge nicht bloß in der Umgangssprache, sondern in allen Schriften, besonders in Zeitblättern, obrigkeitlichen Erlassen und Verordnungen vorkommen, und in den zahllosen Gerichts- und Geschäftsstuben des gesammten Deutschlands ihr herkömmliches Recht mit harlsstarrigem Eigensinn behaupten" (Vorwort). - Berieben, bestoßen, Kapitale teilweise angeplatzt bzw. sorgfältig repariert, ansonsten wohlerhaltenes Exemplar. - Zaunmüller 89.

€ 450,-

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Humboldt - "Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache"

Humboldt, Wilhelm von. Gesammelte Schriften. Herausgegeben von der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften. 15 Bände. Berlin, B. Behr, 1903-1918. Original-Halbleder mit Rückenvergoldung, roten und braunen Rückenschildern und goldgeprägten Wappen auf den Vorderdeckeln.

"Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache; um aber die Sprache zu erfinden, müßte er schon Mensch seyn" (Humboldt). - Die Schriften des bedeutendsten Universalgelehrten des 19. Jahrhunderts, der nicht nur als bedeutender preußigscher Staatsmann das dortige Schulwesen reformierte, sondern dessen sprachvergleichende und sprachphilosophische Auffassungen ausgehend von Humboldts (1767-1835) legendärer Einleitung zum Kawi-Werk zum Vorbild für alle nachfolgenden Generationen von Philologen, Pädagogen und Philosophen wurden. Humboldts mehrere hundert Seiten umfassenden Studie "Über die Verschiedenheiten des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluss auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechts" (hier Band 8) steht in ihrer Originalität bis heute einzigartig dar, da sie schon im 19. Jahrhundert den Sprachfamilien-Gedanken der zeitgenössischen Philologen überwand und auf die vielen strukturellen Gemeinsamkeiten der Sprachen weltweit referierte. Die Erkenntnis, dass dem Englischen das Chinesische weit näher steht als sein unmittelbarer Verwandter, das Deutsche, verdanken wir Humboldt und keiner modernen sprachstatistischen Analyse. - Die vorliegende Ausgabe ist vollständig bis auf die beiden 1935 und 1936 publizierten Bände mit "Politischen Briefen". Sie enthält im Einzelnen Band I: Werke 1785-1795. Band II: Werke 1796-1799. Band III: Werke 1799-1818. Band IV: Werke 1820-1822. Band V: Werke 1823-1826. Band VI: Werke 1827-1835. Band VII: Einleitung zum Kawi-Werk / Paralipomena. Band VIII: Übersetzungen. Band XIX: Gedichte (= Abteilung I, herausgegeben von Albert Leitzmann). Band X: : Politische Denkschriften 1802-1810. Band XI: Politische Denkschriften 1810-1813. Band XII: Politische Denkschriften 1815-1834 (= Abteilung 2, herausgegeben von Bruno Gebhardt). Band XIII: Nachträge (zu den Werken, Abteilung I, herausgegeben von Albert Leitzmann unter Mitwirkung von Siegfried Kähler und Eduard Spranger). Band XIV: Tagebücher 1788-1798. Band XV: Tagebücher 1799-1835 (= Abteilung 3, herausgegeben von Albert Leitzmann). - Rücken leicht aufgehellt, teilweise etwas berieben und bestoßen, 2 Bände mit Schabstellen auf den Rückendeckeln. Einige fachkundige Marginalien in Bleistift zu den sprachphilosophischen Studien. Insgesamt gutes, dekoratives Exemplar.

€ 2.200,-

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Tagebücher

Humboldt, Wilhelm von. Tagebuch Wilhelm von Humboldts von seiner Reise nach Norddeutschland im Jahre 1796. Herausgegeben von Albert Leitzmann. Weimar, Emil Felber, 1894. X, 163 S. - Angebunden: Briefe von Wilhelm von Humboldt an Georg Heinrich Ludwig Nicolovius. Mit 2 Anhängen. Herausgegeben von R. Haym. Berlin, Emil Felber, 1894. XI, 140 S. Original-Leinen. - Wohlerhalten.

Auschlussreich für Humboldts Zeit als Geheimer Staatsrat und Direktor der Sektion für Kultus und Unterricht im Preußischen Innenministerium, wo er für die Reform des preußischen Unterrichtswesens verantwortlich war. "Besonders mit Nicolovius, der bei Kant studiert hat und mit Jacobi, Goethe, Lavater und Pestalozzia gut bekannt ist, hat er einen ausgezeichneten Mann an seiner Seite, der sich vor allem um den geistlich-kultischen Aufgabenbereich ... kümmert". - Geier, 263.

€ 150,-

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Sprachforschung

Humboldt - Lammers, Wilhelm. Wilhelm von Humboldts Weg zur Sprachforschung 1785-1801. Berlin, Junker und Dünnhaupt 1936. 76 S., 2 Bl. Original-Broschur. - Rücken mit kleineren Läsuren. Frisches, unaufgeschnittenes Exemplar.

€ 40,-

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Humboldt in "hegelisch-dialektischem" Korsett

Humboldt - Schasler, Max. Die Elemente der Philosophischen Sprachwissenschaft Wilhelm von Humboldt's. Aus seinem Werke: Ueber die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluss auf die geistige Entwicklung des Menschengeschlechts in systematischer Entwicklung dargestellt und kritisch erläutert. Berlin, T. Trautwein 1847. X, 221 S. Halbleinen der Zeit mit aufkaschiertem Originalumschlag.

Die seltene erste Ausgabe einer der frühesten wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Humboldts Thesen, wie er sie in der Einleitung zum Kawi-Werk dargelegt hatte. - Schaslers Schrift löste eine Kontroverse aus, versuchth er doch, den Humboldtschen Standpunkt aus der Hegelschen Philosophie herzuleiten und damit, wie Heymann Steinthal 1848 schrieb, die Eigenständigkeit des Humboldtschen Denkens in "hegelisch-dialektische Form" zu zwängen. - Titel und letztes Blatt etwas stockfleckig, sonst gut erhalten. - Vgl. Gipper/Schmitter 141.

€ 100,-

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Indien

Ehrmann, T. F. (Hrsg.) Neueste Beiträge zur Kunde von Indien. Aus dem Englischen und Italienischen. Band 1 (von 3). Weimar, Landes-Industrie-Comptoirs 1806. VIII, 587 S. Mit 1 mehrfach gefalteten Karte (vom Lauf des Ganges). Pappband der Zeit. Bibliothek der neuesten und wichtigsten Reisebeschreibungen, Band 30.

Enthält unter anderem: Blunt, Beschreibung einer Reise von Chuargur nach Nertnagoodum im Circar Ellore. Hardwicke, Beschreibung einr Reise nach Sirinagur. Colebrooke, Ueber den Lauf des Ganges durch Bengalen. Mahony, Ueber Singhala oder Ceylon, oder das Budhisten-System. Aus den Schriften eines Singhalesen zusammengetragen. Richardson, Ueber die Bazeegurs oder Nuts, eine hindostanische Sekte. Wrede, Ueber die Thomas-Christen auf der Küste Malabar. Hunter, Tagebuch einer Reise von Agra nach Oujein. Joinville, Ueber die Religion und Gebräuche der Einwohner von Ceylon. - Etwas bestoßen, alter Stempel auf Titel. Insgesamt gutes Exemplar. - Engelmann 102.

€ 100,-

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Fables indiennes

Galland, (Antoine). Contes et fables indiennes, de Bidpai et de Lokman. Traduites d`Ali Tchelebi-ben-Saleh, Auteur Turc. Ouvrage commencé par feu M. Galland, continué & fini par M. Cardonne, Secrétaire-Interprète du Roi pour les Langues Orientales, Professeur en Langue Arabe au Collége Royal, Inspecteur de la Librairie & Censeur Royal. 2. Auflage. 3 Bände. Paris, Simon, Lambert, Humblot, Debure und Nyon, 1778. Klein-Oktav. 3 Blatt, XVI, 288 Seiten, 2 Blatt; 3 Blatt, 399 Seiten, 1 Blatt; 3 Blatt, 365 Seiten, 2 Blatt. Leder der Zeit mit zwei roten Rückenschildchen, reicher goldgeprägter Rückenverzierung, Stehkanten-, Innenkanten- und Deckelfileten. Vorsätze und Schnitt marmoriert.

Eine Sammlung altindischer Fabeln, die ursprünglich dem Brahmanen Vichnou-Sarma zugeschrieben wurde. Die Sammlung - Panchatantra in Sanskrit - verbindet auf kunstvolle Weise volkstümliche Erzählungen mit der politischen Erziehung des Adels. Im 6. Jahrhundert fand das Panchatantra seinen Weg in die iranische Welt und wurde - wie andere indische Schriften unter dem sasanidischen Herrscher Chosrau Anuschirwan - ins Pahlavi übersetzt. Von dort verbreiteten sich die Fabeln weiter nach Westen. Die Übersetzung ins Arabische (8. Jahrhundert) wurde unter dem Titel "Kalila und Dimna" Grundstein für alle weiteren Übersetzungen in europäische Sprachen. - Antoine Galland (1646-1715), französischer Orientalist und Numismatiker, war der erste europäische Übersetzer der Märchen von Tausendundeiner Nacht. Viele seiner Werke wurden erst postum veröffentlicht, so auch diese Übersetzung der indischen Fabeln (1724). - Mit dem Exlibris des Verlegers Wolfgang Metzner. - Nur geringfügig stockfleckig. Einige Blatt unaufgeschnitten, wenige Blatt mit winzigen Randausrissen ohne Textverlust. Gut erhaltenes Exemplar in dekorativem Einband. - Vgl. zur ersten Auflage Cohen-De Ricci 146.

€ 900,-

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Maha-Bharata - das "große Gedicht" Indiens

Maha-Bharata. Indralokagamanam (Sanskrit). Ardschuna's Reise zu Indra's Himmel, nebst anderen Episoden des Maha-Bharata;. in der Ursprache zum erstenmal herausgegeben, metrisch übersetzt, und mit kritischen Anmerkungen versehen von Franz Bopp. Berlin, Königl. Akademie der Wissenschaften, 1824. Groß-Oktav. XXVIII, 78 Seiten (Sanskrit-Text), 1 Blatt, 122 Seiten. Halbleinen der Zeit.

Erste Ausgabe von fünf der schönsten Episoden aus dem "großen Gedicht", dem "Maha-Bharata" Indiens. Text in Devanagari. "Kein Werk außer der Bibel hatte einen solchen Einfluß auf die moralische Erziehung eines Volkes ... Die in diesem Werk bewahrten Nachrichten von Legenden, Kulturen, Mythen und Traditionen ... zeugen von einem einzigartigen frühen Forschen nach den verborgenen Wahrheiten der Religion und enthalten Ansätze philosophischen Spekulierens (KLL)". Mahabharata (Das große Epos vom Kampf der Bharatas) ist das zweite große Heldenepos der Inder. Als Verfasser vermutet man den mythischen Weisen Vyasa, der auch als Ordner des Veda gilt. Zweifellos aber ist das Epos nicht das Werk eines einzigen Dichters, da Sprache und Stil auf große zeitliche Unterschiede in der Entstehung der einzelnen Episoden hinweisen. Der Übersetzer Franz Bopp (1791-1867) ging als "Vater des historisch-vergleichenden Studiums der indoeuropäischen Sprachen und als wahrer Begründer der modernen Linguistik" in die Geschichte ein (Fischer). Bopp studierte orientalische Sprachen in Paris und London, wo er Bekanntschaft mit August Wilhelm Schlegel und Silvestre de Sacy machte. In Berlin erhielt er eine Professur für orientalische Sprachen und wurde Mitglied in der "Akademie der Wissenschaften". Seine Übersetzungen aus dem Sanskrit, wie in der vorliegenden Ausgabe mit ausführlichen sprach- und editionsgeschichtlichen Anmerkungen versehen, dienten ihm als Vorarbeiten für sein 1833 veröffentlichtes Hauptwerk, die "Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Gotischen und Deutschen", mit dem er der Sprachauffassung des 19. Jahrhunderts und der Ingogermanistik bis heute die wissenschaftliche Grundlage gab. - Leicht berieben, wenige vereinzelte Stockflecken. - Goedeke XVI, 714, 7, 3; Fischer, Geschichte der Sprache, 167 f.; KLL VII, 5909 f.; Ruppert 1789.

€ 400,-

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Bollywood auf Sanskrit

Indien - Wilson, H(orace) H(ayman). Theater der Hindu's. Aus der Englischen Uebertragung des Sanscrit-Originals, metrisch übersetzt (von O. L. B. Wolff). 2 Theile. Weimar, Landes-Industrie-Comptoirs, 1828-1831. Oktav. 1 (weißes) Blatt, XII, 382 Seiten, 2 (1 weißes) Blatt; 1 (weißes) Blatt, 324 Seiten, 1 (weißes) Blatt. Rote Lederbände der Zeit mit Rückenvergoldung, goldgeprägten Fileten auf den Kanten, Vorder- und Rückendeckeln, Goldschnitt.

Erste deutsche Ausgabe, mit einer Einführung "Ueber das dramatische System der Hindu's", einem "Verzeichnis indischer Dramen" und der Übersetzung verschiedener Dramen aus dem Sanskrit, die diese im Zuge der mit den Brüdern Schlegel einsetzenden romantischen "Sanskrit-Begeisterung" in Europa bekannt machten. Enthalten sind unter anderem: "Mrichchakati oder das Kinderwägelchen", "Vikrama und Urvasi, oder der Held und die Nymphe", "Malati und Madhava, oder die heimliche Heirath".- Außen minimal fleckig und berieben, Vorsätze leimschattig, ansonsten frisches und schönes Exemplar in sehr dekorativem Einband. - Goedeke XVI, 612, 31, 5.

€ 260,-

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Island

Henderson, Ebenezer. Iceland; or the Journal of a Residence in that Island, during the Years 1814 and 1815. Containing observations on the natural phenomena, history, literature, and antiquities of the island; and the religion, character, manners, and customs of its inhabitants. With an introduction and an appendix. 2. Auflage. Edinburgh and London, Waugh and Innes, Hamilton, Hatchard and Seeley 1819. XIV S., 1 Bl., 576 S. Mit 15 (1 gefalteten) Tafel in Stahlstich und 1 mehrfach gefalteten Karte. Halbleder der Zeit mit rotem Rückenschild.

Seltene und frühe Beschreibung von Island, dich sich insbesondere mit den Geysiren beschäftigt. - Henderson (1784-1858) war Missionar. "In June 1814 he proceeded to Iceland, where he distributed the testaments and paid visits to many parts of the island" (DNB). Er schildert die Naturphänomene, Geschichte, Literatur und Altertümer der Insel sowie Religion, Charakter, Sitten und Gebräuche der Bewohner. Die Tafeln zeigen die Landschaft, Ansiedlungen, Bewohner in ihren Kostümen, Geysire, heiße Quellen, Basaltformationen etc. - Vgl. Graesse III; 239; Brunet III, 96; Chavanne 2201; DNB., Comp. Ed. 934. - Minimal berieben und bestoßen, eine Karte mit kleinem unerheblichen Randeinriss. Alter Name auf Vorsatz und Titel. Gutes Exemplar.

€ 420,-

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"i-no ko" heißt "Schwein, auch ein Eber"

Japan - Pfizmaier, August. Wörterbuch der japanischen Sprache. Erste Lieferung (alles). Wien, Gerold und Sohn, 1851. Folio. XI, 79 Seiten mit 1034 japanischen Schriftzeichen (lithographiert) sowie 80 Seiten deutschem Paralleltext. Lithographierte Original-Broschur.

Erste und einzige Ausgabe des wohl ersten japanischen Wörterbuches dieser Art, von dem wegen der hohen Druckkosten nur dieser erste Band erschien. Enthält die Worte "I" (Brunnen) bis "Ittan" (Eine kurze Zeit) des "I-ro-ha"-Alphabets. "For each of the 1034 words enumerated is given the Chinese sign, the sound in Kata-kana and Roman characters, German and English translation, Japanese synonyms etc." - Minimal angestaubt. Breitrandiges unbeschnittenes Exemplar. - vgl. von Wenckstern 78; Zaunmüller 212.

€ 800,-

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Japanisch auf Vinyl

Vaccari, (Oreste). Vaccari`s Japanese on Record. A set of three records that brings an expert Japanese teacher right in your study to give you practical spoken knowledge of the language you intend to master. 3 Schallplatten. Tokyo, Vaccari`s Language Insitute, (um 1960). Farbige Halbleinen-Box 27,5 auf 27,5 cm mit 3 Schallplatten (33 1/3 rpm), jeweils in Folie eingeschlagen und im Schuber.

Japanisch für Vinyl-Fans. Oreste Vaccari, italienischer Linguist, und seine japanischen Frau sind bis heute bekannt für ihr "Vaccari's Standard Japanese-English Dictionary". - Box leicht fleckig, Schallplatten in gutem Zustand. Ohne den Begleittext.

€ 28,-

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Jemen

Müller, Dav. Heinr. v. und N. Rhodokanakis (Hrsg.) Eduard Glasers Reise nach Mârib. Wien, Alfred Hölder, 1913. Quart. IV, 214 Seiten, 1 Blatt. Mit 4 gefalteten Karten und 1 gefalteten Tafel. Original-Broschur. Sammlung Eduard Glaser I.

Sammlung Eduard Glaser I. - Postum veröffentlichter Reisebericht des österreichischen Arabisten und Archäologen Eduard Glaser (1855-1908). Glaser unternahm mehrere Reisen in den Jemen und gilt als Begründer der Sabäistik. Der vorliegende Bericht seiner dritten Jemenreise 1888 umfasst neben archäologischem auch umfangreiches landeskundliches und ethnologisches Material. Ein ausführliches Register (mit zahlreichen arabischen Begriffen in Transkription) schließt die Ausgabe ab. - Einband leicht bestoßen und angestaubt. - Unbeschnitten, wenige Blatt mit sehr schmalem Wasserrand.

€ 100,-

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Jemen und der Hadramaut

Stark, Freya. Die Südtore Arabiens. Eine Reise in den Hadhramaut. Hamburg und Stuttgart, Rowohlt, (1948). 303 Seiten. Farbig illustrierter Original-Pappband.

Freya Starks Reise in den Hadramaut, einer uralten Kulturlandschaft im Südosten des heutigen Jemen. - Einband minimal fleckig. Besitzvermerk auf Vorsatz und mehreren Seiten, 1 Seite mit kleinem Einriss.

€ 25,-

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Jiddisch

Mieses, Matthias. Die jiddische Sprache. Eine historische Grammatik des Idioms der integralen Juden Ost- und Mitteleuropas. Berlin, Benjamin Harz 1924. XV, 322 S., 1 Bl. Original-Leinen

Erste Ausgabe, selten: "to be used with great care". - Kapitale berieben. Name auf Vorsatz. Gutes Exemplar. - Vgl. Weinreich, Yiddish language and folklore, 176.

€ 120,-

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Kolumbien

Preuss, Konrad Theodor. Forschungsreise zu den Kágaba. Beobachtungen, Textaufnahmen und sprachliche Studien bei einem Indianerstamm in Kolumbien, Südamerika. Mit dem Nachtrag: Lexikon. Wien, Anthropos 1926/27. Quart. XII, 423 S. Mit 31 Abbildungen auf Tafeln, Original-Broschur.

Mit dem meist fehlenden Lexikon (kaugian-deutsch, deutsch-kaugian). Die Kágaba sind ein abgeschieden lebender Indianerstamm der Sierra Nevada Kolumbiens. Preuss erforschte vor Ort 6 Jahre lang ihr Leben und ihre Sprache. - Durchgehend etwas gebräunt, Gebrauchsspuren.

€ 120,-

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Koptisch

Schwartze, M(oritz) G(otthilf). Koptische Grammatik. Herausgegeben nach des Verfassers Tode von Dr. H. Steinthal. Berlin, Dümmler, 1850. XVI, 492 Seiten, 6 Blatt, 16 Seiten Anzeigen. Leinen der Zeit.

Grammatik der koptischen Sprache, die sich in der Spätantike aus dem (Alt-)Ägyptischen entwickelte und auch nach der arabischen Eroberung Ägyptens im 7. Jh. noch lange eine wichtige Volkssprache in Ägypten blieb, über die Jahrhunderte hinweg aber nach und nach dem Arabischen wich. Heute ist es nur noch als Sakralsprache der koptischen Christen in Gebrauch. - Schwartze (1802-1848) war ab 1845 Professor der koptischen Sprache an der Universität Berlin. An seiner posthum erschienenen Grammatik lobte die Fachwelt besonders die "ausführliche Behandlung der Lautlehre und die Untersuchung der dialektischen Verschiedenheiten" (ADB 33, 216). Über der Arbeit an der Syntax war der Autor verfrüht gestorben.

€ 250,-

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Malagassi

Cousins, W. E. und J. Parrett. Ny ohabolan` ny ntaolo. Nangonina sy nalahatry. Imarivolanitra, NY London Missionary Society, 1885. Klein-Oktav. 2 Blatt, 154 Seiten. Original-Leinen.

Eine Sammlung madegassischer Sprichwörter. Madegassisch oder besser Malagassi gehört zu den austronesischen Sprachen und ist damit ein Exot unter den afrikanischen Sprachen. Es kam - vermutlich im ersten nachchristlichen Jahrtausend - mit Einwanderern aus Indonesien nach Madagaskar, wo es trotz seiner langen Geschichte nur wenige Einflüsse afrikanischer Sprachen übernahm. - Cousins und Parret gehörten zu den Gründern der Malagasy Folk-Lore Society und gaben mehrere Schriften zur madegassischen Sprache und Kultur heraus, unter anderem diese Sammlung traditioneller Sprichwörter. 1974 erschien von dem Band eine überarbeitete und um eine französische Übersetzung erweiterte Ausgabe. - Einband stärker berieben, durchgehend stockfleckig. - Vgl. Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache, 318; zu den Herausgebern Lee Haring, Stars and Keys, 79.

€ 280,-

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Grantha und Malayalam

Malayalam - Alphabetum. Alphabetum Grandonico-Malabaricum sive Samscrudonicum. (Lectori erudito Iohannes Christophorus Amadutius.). Rom, Typis Sac. Congregationis de Progag. Fide, 1772. Klein-Oktav. XXVIII, 100 Seiten. Mit 9 gefalteten Schrifttafeln. Spätere Broschur.

Einführung ins Malayalam und dessen Vorstufe Grantha, mit zahlreichen in den Text eingedruckten Schriftzeichen. Das südindische Malayalam gehört neben dem Tamil und Telugu zu den dravidischen Sprachen und wird zwischen den Westghats und dem Arabischen Meer gesprochen, weshalb "Malayalam" soviel wie "Mann zwischen Bergen und Ozean" bedeutet. Das vorliegende, von dem italienischen Philologen J. C. Amaduzzi herausgegebene Werk konzentriert sich auf die Phonologie der Schriftzeichen, erläutert aber auch die Grammatik, führt auf den Schrifttafeln das Zahlensystem von 1 bis 10.000.000 auf und nennt am Schluss einige Redewendungen in Malayalam, vorwiegend für den religiösen und kultischen Gebrauch. - Vereinzelte Stockflecken, 1 Tafeln mit sorgfältig hinterlegtem Einriss (kaum sichtbar). Gutes Exemplar. - Brunet I, 197; Graesse I, 84.

€ 1.000,-

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Maltesisch

Gesenius, Wilhelm. Versuch über die maltesische Sprache zur Beurtheilung der neulich wiederhohlten Behauptung, daß sie ein Ueberrest der altpunischen sey, und als Beitrag zur arabischen Dialektologie. Leipzig, Vogel, 1810. 78 Seiten, 1 Blatt. Halbleder der Zeit auf Bünden mit reicher Rückenvergoldung und rotem Rückenschild, marmoriertem Deckelbezug, rotem Schnitt und Lesebändchen.

Erste und einzige Ausgabe dieser seltenen Schrift des Theologen und Orientalisten Wilhelm Gesenius (1786-1842). Gesenius, in Nordhausen als Sohn eines Arztes geboren, gilt als bahnbrechender Erforscher des Hebräischen, aber auch der orientalischen Sprachen, denen er sich neben seiner theologischen Tätigkeiten in Heiligenstadt und Halle zunehmend widmete. Einzige gedruckte Frucht seiner orientalistischen Arbeiten ist vorliegende Schrift über das Maltesische, die durch ein Wörterverzeichnis sowie eine Auflistung von Phraselogismen mit in den Text eingedruckten arabischen Lettern ergänzt wird. - Berieben, Rückenschild mit kleiner Fehlstelle, alte handschriftliche Ziffern auf dem Vorsatz, teils etwas stockfleckig. Hübsches Exemplar. - NDB VI, 340 f.

€ 220,-

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Maori

Williams, W. L. First Lessons in the Maori Language of New Zealand;. with a Short Vocabulary. [3. Auflage]. London, Edinburgh und Auckland, Williams and Norgate und Upton & Co., 1882. Klein-Oktav. 1 Blatt, 97, XII Seiten. Rotes Leinen der Zeit mit goldgeprägtem Titel.

Lehrbuch der Maori-Sprache vom bedeutendsten Sprachforscher des Maori. - Der Missionar und Linguist William Leonard Williams (1829-1916) ist als Sohn eines Geistlichen in Neuseeland geboren. Bereits sein Vater hatte intensive Sprachstudien des Maori betrieben, die der Sohn fortsetzte. W. L. Williams lebte als Missionar Jahrzehnte unter den Maori - darunter noch zu Zeiten, als dieses Volk sich in einer Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen gegen Enteignungen durch die europäischstämmigen Siedler wehrte - und war zeitweise Bischof von Waiapu. Bereits 1862 veröffentlichte er sein Lehrbuch der Maorisprache in erster Auflage. Andere Publikationen folgten, teilweise in gemeinsamer Arbeit mit seinem Vater. Auch W. L. Williams` Sohn Herbert W. setzte die linguistische Familientradition fort und veröffentlichte aufbauend auf den Forschungen seines Vaters Bücher zum Maori. - Maori, die ursprüngliche Sprache der indigenen Bevölkerung Neuseelands, gehört zu den bedrohten Sprachen, auch wenn sich die neuseeländische Regierung inzwischen um ihren Erhalt bemüht und an Schulen Sprachkurse in Maori angeboten werden. Maori gehört zu den ostaustronesischen Sprachen und ähnelt dem Tahitianischen (woher die Maori ursprünglich nach Neuseeland eingewandert waren), wobei es die polynesischen Laute am deutlichsten bewahrt hat. - Einband leicht berieben und fleckig, Exlibris auf Vorsatz. Gutes Exemplar. - Zur Biographie siehe ausführlich Porter, Frances. 'Williams, William Leonard 1829 - 1916'. Dictionary of New Zealand Biography.

€ 90,-

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Goethes Marienbad

Reuß, Franz Ambros. Das Marienbad bei Auschowitz auf der Herrschaft Tepl, physikalisch-chemisch und medizinisch geprüft und dargestellt. Prag, Gottlieb Haase, 1818. 4 Blatt, 342 Seiten, 2 Blatt. Mit 3 gestochenen Tafeln und 4 gefalteten Tabellen. Pappband der Zeit.

Erste Ausgabe, selten. - Goethes Marienbad, wo der Dichter im Sommer 1821 die über 50 Jahre jüngere Ulrike von Levetzow kennenlernte. Es folgte die tragische Liebe: Der 72-jährige Goethe machte dem jungen Mädchen den Hof, das wie viele Adelige den Sommer mit Mutter und Schwestern in Marienbad verbrachte. Zwei Jahre darauf hielt Goethe mit Hilfe des Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach formell bei Ulrikes Mutter um deren Hand an und bekam: eine höfliche Absage. "Das Fräulein" habe "noch keine Lust zu heiraten". Dies war der schmerzvoller Anlass für Goethes "Marienbader Elegie", die 1827 mit zwei anderen Gedichten als "Trilogie der Leidenschaft" erschien. - Der Verfasser des vorliegenden Werkes, von dem Goethe ein Exemplar besessen hat, ist der böhmische Badearzt und Mineraloge Franz Ambros Reuß (1761-1830), der mit Alexander von Humboldt in Kontakt stand und wegen seiner Verdienste um die der böhmischen Bäder wie Karlsbad, Bilin oder Marienbad zum "fürstlich Lobkowitz'schen Brunnenarzt" ernannt wurde. - Etwas berieben, Stempel hinter Titel. - Vgl. Ruppert 5339; Hirsch-H. IV, 778; DBE VIII, 257.

€ 300,-

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Matrose und ein "früher Dickens"

Marryat, Captain. Peter Simple. New Edition. Leipzig, Frederick Fleischer, 1840. Klein-Oktav. XIV, 633 Seiten. Halbleder der Zeit mit ornamentalem Deckenbezug und marmoriertem Schnitt.

Erste Ausgabe in Deutschland. - "It has been from time immemorial the heathenish custom to sacrifice the greatest fool of the family to the prosperity and naval superiority of the country, and, at the age of fourteen, I was selected as the victim." Frederick Marryat (1792-1848), britischer Seeoffizier und Schriftsteller, schrieb zahlreiche Seeromane; Peter Simple, 1834 erstveröffentlicht und einer seiner berühmtesten Figuren, "ist in vieler Hinsicht ein Vorläufer jener jugendlichen Charaktere, die sich in Dickens' Romanen gegen die Welt der Erwachsenen behaupten müssen." (Kindler VIII, 7410) - Einband berieben, ansonsten gutes Exemplar.

€ 220,-

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Mineralien

Ulliac Trémadeure, [Sophie]. Les minéraux. Entretiens familiers sur l`histoire naturelle des minéraux. Paris, Librairie d`éducation de Didier, 1838. 2 Bl., 215 S., 1 Bl. Mit 2 Tafeln. Maroquin der Zeit mit reich verziertem goldgeprägtem Rücken, aufwändiger Lederprägung auf beiden Deckeln und Decken- und Kantenfileten. = Petit cours d`histoire naturelle en huit parties, VIIIe partie.

Sophie Ulliac de Trémadeure (1794-1862) verfasste eine Reihe von Schriften für die Jugend, darunter die "Histoire naturelle" in Dialogform, zu der dieser Band über das Mineralreich gehört. - Kanten berieben, durchgehend leicht stockfleckig.

€ 100,-

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"Asiatischer Prinz" auf Abwegen

[Pontoppida, Erik]. Menoza. Ein Asiatischer Prinz, welcher die Welt umher gezogen Christen zu suchen, Besonders in Indien, Hispanien, Italien, Franckreich, Engelland, Holland, Teutschland und Dänemark, Aber des Gesuchten wenig gefunden. 3 Bände (in 1). (Copenhagen und Leipzig [Frankfurt]), 1750. Klein-Oktav. 944 S. Leder der Zeit mit reicher Rückenvergoldung, Rückenschild und falschen Bünden.

Frühe Ausgabe des barocken Reiseromans in Briefform über das Christenum besonders in Mitteleuropa, aber auch mit einem Blick auf die dänischen Besitzungen in Übersee. "Eine Schrift, welche die untrüglichen Gründe der natürlichen sowohl als der geoffenbarten Religion deutlich darstellet, und wieder die Abwege derer meisten Christen im Glauben und Leben treulich warnet." Verfasser war der dänische Hofgeistliche und Bischof von Bergen Erik Pontoppida (1698-1764), übersetzt wurde das Werk 1746 von Nicolaus Carstens ins Deutsche. - Name auf Vorsatz, auf den ersten Bogen einige Anstreichungen und Anmerkungen von feiner Hand in Tinte, etwas gebräunt und stockfleckig, insgesamt aber gutes, recht frisches Exemplar. - Holzmann-Bohatta III, 4468.

€ 270,-

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Orient

Meisterwerke orientalischer Literaturen. In deutschen Originalübersetzungen herausgegeben von Hermann von Staden. 9 Bände. Erste Ausgabe. 9 Bände. München, Georg Müller 1913-1924. Oktav. Mit einigen Tafeln. Original-Halblederbände mit roten Rückenschildern, Rückenvergoldung und Buntpapierbezügen.

Erste Ausgabe, vollständig in 9 Bänden. - Querschnitt durch die klassische orientalische Literatur in den maßgeblichen Ausgaben, im Einzelnen: (1) Mesneve oder Doppelverse des Scheich Mewlana Dschelal ed din Rumi. Aus dem Persischen übertragen von Georg Rosen ... 1913. (2) Chinesische Novellen. Deutsch von Paul Kühnel. 1914. (3) Sukasaptati. Das indische Papageienbuch. Aus dem Sanskrit übersetzt von Richard Schmidt. 1913. (4 und 5)) Katharatnakara. Das Märchenmeer. Eine Sammlung indischer Erzählungen von Hemavijana. Deutsch von Johannes Hertel. Erste bis neunte Woge in 2 Bänden. 1920. (6) Asobi. Altjapanische Novellen. Deutsch von Paul Kühnel. 1923. (7 und 8) Hikayat Hang Tuah. Die Geschichte von Hang Tuah. Aus dem Malayischen übersetzt von H. Overbeck. 2 Bände. 1922. (9) Vetalapantschavinsati. Die fünfundzwanzig Erzählungen eines Dämons. Deutsch von Heinrich Uhle. 1924. - Einige Ecken etwas berieben und bestoßen, sonst tadellos erhalten.

€ 250,-

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Zeitrechnung im Alten Orient

Lampejano, Sitalce. Osservazioni sulla Cronologia degli antichi Ebrei, Egizzj, Caldei, Greci, e Latini ed Esame intorno la foggia de` loro anni, mesi, giorni, ed ore, con una Dissertazione intorno ad Alcuni Monumenti antichi. I quali supplirono alla mancanza delle Lettere, e servirono di memorie a` primi storici. Venedig, Milli, 1737. 2 Blatt, 318 Seiten, 1 Blatt. Späteres Halbpergament mit reicher Rückenprägung und rotem Rückenschildchen. Exlibris und handschriftlicher Eintrag "Ivar Sigurd Göthe Stockholm Nov. 1914".

Selten. - Über die Zeitrechnung bei den Völkern der Antike. - Kaum stockfleckig, wenige Anstreichungen und Anmerkungen in Bleistift, 1 Blatt mit kleinem Einriss. Die Seiten 117-124 sind in falscher Reihenfolge gebunden, aber vollständig. Insgesamt durchaus gutes Exemplar.

€ 220,-

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Hochstapler in Orient und Okzident

Rocoles, Joh(ann) Bapt(ist). Geschichte der unternehmendsten und merkwürdigsten Betrüger aus verschiedenen Zeitaltern und Nationen, nach ächthistorischen und glaubwürdigen Nachrichten und Untersuchungen aufgestellt. Neue Ausgabe der Begebenheiten ausnehmender Betrüger ... Zwey Theile (in 1 Band). Leipzig, Johann Gottfried Graffé, 1803. Oktav. 16 Blatt, 666 Seiten. Mit 22 Kupfertafeln, Vignetten und teils figürlichen Initialen. Halbleder der Zeit mit 2 Rückenschildern.

Titelauflage der Übersetzung aus dem Französischen von 1760, vollständig wie hier sehr selten. - Ein Sündenregister der weltweiten Hochstapelei, mit Kupferstichporträts der Betrüger und deren Leben und Taten, zum Beispiel: "Der falsche Mustapha" (türkischer Kaiser), "Der falsche Jacob Heraclides" (Fürst der Moldau und Wallachey), "Der falsche Zaga-Christ" (König von Äthiopien), "Der zweifelhafte Betrüger Nanking" (chinesischer Kaiser), "Alexander Balas" (König von Syrien), "Der falsche Chan" (der persische Herr Sei Faga), "Der falsche Demetrius, Griska Utropeja" (Großfürst von Moskau), "Der fromme Betrüger Suantopolk" (König von Mähren), aber auch ein falscher Ehemann namens "du Thil" trieb sein Unwesen ... - Berieben und bestoßen, Rücken leicht angeplatzt. Bis auf wenige Stockflecken gutes Exemplar.

€ 500,-

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Samojedisch

Castrén, Alexander. Wörterverzeichnisse aus den samojedischen Sprachen. Samojedisch-Deutsch, Deutsch-Samojedisch. Nachdruck der Ausgabe St. Petersburg 1855. Kopenhagen, Rosenkilde und Bagger, 1974. XXXIV Seiten, 1 Blatt, 404 Seiten. Original-Leinen.

Nachdruck des ersten Wörterbuches des Samojedischen (Nenzischen) mit Sprachproben aus dem Jurakischen und Ostjakisch-Samojedischen. Castrén war einer der ersten Linguisten, die die Methoden der modernen Sprachwissenschaft über das Ingoeuropäische hinaus für andere Sprachfamilien nutzbar machten. - Tadellos. - Zaunmüller 334; Thomsen 73.

€ 50,-

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Sanskrit

Monier-Williams, Monier. Sanskrit-English Dictionary. Etymologically and philologically arranged with special reference to cognare Indo-European languages. New edition, greatly enlarged and improved. New Delhi, 1994. XXXVI, 1333 S. Original-Leinen mit Original-Umschlag.

Verbesserter und erweiterter Nachdruck der Ausgabe von 1899 der Claredon Press, Oxford. Es beinhaltet über 180.000 Einträge, etwa 60.000 mehr als in der ersten Auflage. - Gutes Exemplar.

€ 200,-

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Heilung für Stotternde

Norden. Unfehlbare Heilmethode für Stammelnde. Ein Hülfsbuch für Schul- und Privat-Lehrer so wie für Stotternde, die sich ohne Hülfe Anderer unterrichten, und von dem Uebel befreien wollen; nebst theoretisch-praktischen Bemerkungen über das Entstehen des Stotterns und üder die Mittel diesem vorzubeugen. Berlin, W. Natorff, 1832. Oktav. 79 Seiten. Hübsche Original-Broschur mit gedruckter Bordüre.

Frühe logopädische Abhandlung mit sehr genauen Anleitungen für die Artikulation der einzelnen Laute, die der Osnabrücker Arzt Dr. Norden nach eigenen Angaben mit über 580 Kindern erfolgreich einübte. Die Kinder mussten sich mit wahren Zungenbrechern abquälen wie "Gas, Gans, ganz, gat, gelb, Gent, ge-gos-sen, ge-gan-gen, ge-gli-chen, Gott, Golf, Goll-gas, Goll-gat-he, Go-lok, Gi-gant, Ein-gang ..." Seine Methode, die auf Anordnung des Berliner Ministeriums von Ärzten und Lehrern angwandt werden sollte, beruhte auf der damals modernen Erkenntnis, "daß das Übel weder angeboren noch ererbt, sondern lediglich eine Nachlässigkeit der Eltern und Vorgesetzten" ist. - Kleiner Knick und Einriss am Rücken, sonst gutes und unbeschnittenes Exemplar.

€ 240,-

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Straußenzucht

Douglass, Arthur. Ostrich Farming in South Africa. Being an Account of Its Origin and Rise; How to set about it; The Profits to be derived; How to Manage the Birds; The Capital required; the Diseases and Difficulties to be met with, etc etc. London, Paris und New York, Cassell, Petter, Galpin & Co., (1881). Klein-Oktav. VIII, 251 Seiten. Mit einer mehrfach gefalteten, kolorierten Karte und 9 (4 mehrfach gefalteten) Tafeln. Halbleder der Zeit mit Wappensupralibros und marmoriertem Schnitt.

Arthur Douglass führte 1869 einen speziellen Brutkasten für Straußeneier ein und revolutionierte damit die Straußenaufzucht. Dieser Wirtschaftszweig erlebte in den Folgejahrzehnten vor allem in Südafrika einen großen Aufschwung. So betrieb in der Zeit, als Douglass sein umfassendes Werk über die Straußenzucht veröffentlichte, etwa auch der Schriftsteller H. Rider Haggard eine Straußenfarm in Natal. - Kanten berieben. Vorsatz und Titel etwas stärker, Tafeln nur teilweise und sehr schwach stockfleckig. Ansprechendes Exemplar.

€ 100,-

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Suaheli

Krapf, (Johann) L(udwig). A Dictionary of the Suahili Language. With Introduction Containing an Outline of a Suahili Grammar. London, Trübner 1882. Groß-Oktav. XXXIX, 433 S. Mit 1 Frontispiz. Halbleder der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel.

Selten. - "the first in this linguistic field" (S. V). Als lingua franca der arabischen Händler und der Bantustämme der ostafrikanischen Küste leitet sich Suaheli - wie auch das Wort Sahel - von dem arabischen Wort für "Küste" ab. Die Sprache konkretisierte sich in unterschiedlichen Dialekten, namentlich denjenigen von Sansibar und Mombasa. Bereits vor der Kolonialzeit wurde Suaheli verschriftlicht, und zwar in arabischen Lettern. Durch die Arbeit Krapfs und anderer europäischer Missionare löste das lateinische Alphabet im Suaheli das arabische ab. Krapf (1810-1881) reiste nach einem mehrjährigen Missionsaufenthalt in Äthiopien über Sansibar nach Mombasa, von wo aus er mit seinem Mitarbeiter Rebmann mehrere Expeditionen ins Festland unternahm. Bei ihren Reisen entdeckten die Forscher als erste Europäer den Kilimandscharo bzw. den Mount Kenia. Daneben errwarb er sich mit Pionierarbeiten zu verschiedensten ostafrikanischen Sprachen große Verdienste. Kurz vor Drucklegung seines Suaheli-Wörterbuches verstarb Krapf. Die Spracheinträge darin enthalten neben englischen und teilweise lateinischen Entsprechungen meist konkrete und umfangreiche Anwendungsbeispiele sowie (bei entsprechenden Lehnwörtern) die arabischen und persischen Wörter. - Ecken leicht bestoßen, etwas gebräunt und minimal stockfleckig, insgesamt gutes Exemplar. Mit sauberen, handschriftlichen Bleistiftnotizen in Englisch sowie Suaheli in arabischen Buchstaben auf den Vorsätzen. - Henze III, 70 ff.; Pleticha/Schreiber, Lexikon der Entdeckungsreisen II, 47 f.; Zaunmüller 370.

€ 600,-

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Sklaverei in Surinam

Fermin, Philipp. Reise, durch Surinam. Aus dem Französischen übersetzt. 2 Theile in 1 Band. Potsdam, Carl Christian Horvath, 1782. Oktav. 4 Blatt, 246; 13, 335 Seiten, 26 Blatt. Mit 1 mehrfach gefalteten Karte und 3 gefalteten Tafeln in Kupferstich. Halbleder der Zeit auf Bünden.

Nachdruck der ersten deutschen Übersetzung 1775 von Firmins berühmtem Werk über Surinam: "One of the best books, at the time it was written, in regard to the colonies" (Sabin). Firmin (1720-1790) studierte in Löwen Medizin und lebte 10 Jahre in der niederländischen Kolonie Surinam. In seinem Reisebericht beschreibt er detailliert Land und Leute, wobei er als einer der wenigen dem Leben der Sklaven vorurteilsfrei begegnete und deren Sitten und Bräuche eingehend studierte. Zum Beispiel: "Religion", "Heyrathen", "Vielweyberei", "Von ihrer Sprache" usw. Er plädiert dafür, die Sklaven menschenwürdig zu behandeln und nicht "wie solches fast in allen Kolonien geschiehet, mit einer Strenge zu bestrafen, die einer Grausamkeit ähnlich ist". Interessant ist die Aufzählung der medizinischen Pflanzen Surinams und ihrer Wirksamkeit. - Bestoßen, Klebereste auf vorderem Innendeckel, Titel mit kleinem, alt hinterlegtem Ausschnitt, die Tafeln leicht gebräunt. - vgl. Sabin 24120, Hirsch-H. II, 504.

€ 1.200,-

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Tigré

Coulbeaux, P. S. und J. Schreiber. Dictionnaire de la langue Tigrai. Wien, Alfred Hölder, 1915. 1 Blatt, 504 Seiten. Original-Broschur. (= Kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Sprachenkommission 6. Band).

Tigré oder Xasa stammt als semitische Sprache wie das Tigrinya direkt vom heute ausgestorbenen Ge'ez ab (das heute nur noch in der Liturgie der orthodoxen Christen Äthiopiens und Eritreas gesprochen wird). Tigré selst wird in der Gegenwart von ca. 800,000 Menschen im westlichen Eritrea sowie von einigen Minderheiten im benachbarten Sudan verwendet. Titel und Vorwort des Lexikons mit Übersetzung und Erläuterungen in Französisch konnten bei Erscheinen des Bandes nicht geliefert werden, da der Erste Weltkrieg die Kommunikation zwischen Verfasser und Herausgeber unterbrach. - Unbeschnitten. Tintenstrich auf einer Seite. Gutes Exemplar.

€ 45,-

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Totenkult

(Reuchlin, Friedrich Jakob und Georg Friedrich Weber). Von den Leichen der Morgenländer aus Reisebeschreibungen zur Aufklärung einiger Stellen der heiligen Schrift. Aus dem Lateinischen übersetzt, und mit Anmerkungen begleitet. Coburg, Ahl 1782. Klein-Oktav. 4 Blatt, 84 Seiten, 2 Blatt. Marmorierter Umschlag der Zeit.

Eine faszinierende Galerie des Totenkultes von den alten Ägyptern und Israeliten bis zu den neuzeitlichen Arabern, Türken und Persern. Übersetzung und Erweiterung der 1767 in Straßburg erschienenen Schrift "Observationes sacrae circa funera populorum orientis" über Bestattungswesen und Totenkult der orientalischen Völker. Neben klassischen und biblischen Quellen werden vor allem Reiseberichte der neueren Zeit, z. B. Niebuhr, Tavernier und Chardin, herangezogen. - Unbeschnittenes, beriebenes Exemplar, durchgehend etwas stockfleckig und gebräunt.

€ 260,-

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Mit Baedeker nach Weimar

Baedeker, Karl. Weimar und Jena. Rudolstadt. Ilmenau. Leipzig, Karl Baedeker, 1932. Klein-Oktav. VI, 41 Seiten, 2 Blatt Anzeigen. Mit 2 Karten, 2 Plänen und 1 Grundriss. Original-Broschur.

Erste und einzige Auflage in einem makellosen Exemplar. Seltene Ausgabe, publiziert im Goethejahr 1932 zum hundertsten Todesjahr des Dichters.

€ 900,-

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Weltreligionen

Ross, Alexander und David Nerreter. Der Wunder-würdige Juden- und Heiden-Tempel. Darinn derselben Gottes- und Götzendienst eröffnet und gezeigt wird. Anfangs vom Alexander Roßen in Englischer Sprach beschrieben, Nunmehro aber verbessert und mit vielem Zusatz vermehret, ausgeführt von David Nerreter. 2 Bände (von 5) in 1. Nürnberg, Endter, 1717. Klein-Oktav. 6 Bl., 516 Seiten. Mit 32 (5 gefalteten) Kupfertafeln. Leder der Zeit mit goldgeprägtem Rücken und ledernem Rückenschild.

Selten. - Frühe Religionsgeschichte. Mit den beiden ersten beiden Abteilungen, die vornehmlich das Judentum und verschiedene asiatische Religionen von Altägypten bis hin nach China, Japan, den Philippinen und Sumatra behandeln. - Etwas berieben und bestoßen mit kleinen Fehlstellen am Rücken, durchgehend gebräunt und stockfleckig. - Sabin 73324; ADB 23, 487 unter Nerreter.

€ 230,-

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Wiener Medizinische Schule

Rokitansky, Carl. Handbuch der pathologischen Anatomie. 3 Bände. Wien, Braumüller und Seidel 1842-1846. 3 Blatt, 572 Seiten; XIV Seiten, 1 Blatt, 882 Seiten; XIV Seiten, 1 Blatt, 632 Seiten. Pappband der Zeit mit Rückenschildchen und Farbschnitt.

Erste Ausgabe. - Carl von Rokitansky (1804-1878) war einer der Gründer der Jüngeren oder Zweiten Wiener Medizinischen Schule und maßgeblich an einem Paradigmenwechsel in der Medizin beteiligt. Sein Handbuch war völlig neuartig, weshalb Virchow die Bedeutung Rokitanskys für die pathologische Anatomie mit der Linnés für die Botanik gleichsetzte. - Einband berieben und Ecken leicht bestoßen, Eckausschnitt auf Vorsatz, einige Blatt etwas stockfleckig, trotzdem innen ein schönes, wohlerhaltenes Exemplar.

€ 1.500,-

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Yünnan

Dymond, M. M. Yunnan. London und Edinburgh, Marshall Brothers, [1928]. 1 Blatt, 95 Seiten, 1 Blatt. Grünes Original-Leinen. - Bibliotheksrückenschildchen. Widmung auf Vorsatz, Stempel hinter Titel. Wenige Seiten leicht stockfleckig, ansonsten sauberes, wohlerhaltenes Exemplar.

Kulturgeschichte der Provinz Yünnan im Südwesten Chinas. Ein besonderes Augenmerk erfährt dabei die rechtliche Situation der Frauen und besonders der "slave girls", die im Kindesalter verheiratet zwangsweise übergeben werden.

€ 68,-

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